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Strassenkarte
von Pernambuco
Pernambuco, eines
der bedeutenden Touristenziele im
Land, hat eine Menge zu bieten. Dazu gehören die Architektur aus
der Kolonialzeit in Olinda, interessante
architektonische Überbleibsel aus der Zeit der holländischen Verwaltung
in Recife, schöne Strände und der
Nationalpark Marinho de Fernando de Noronha.
Recife gilt seit langem als Haupteintrittstor in den Nordosten Brasiliens.
Sie liegt über drei Inseln verteilt inmitten der Flüsse Beberibe
und Capibaribe. Die Stadt der 39 Brücken und 50 Kanäle möchte gerne
mit Venedig verglichen werden, allenthalben wird geworben mit dem
eher schmeichelhaften Beinamen "Veneza Brasilieira". Zahlreiche
alte Privathäuser aus der Kolonialzeit mussten inzwischen modernen
Industrie- und Wohnbauten weichen. Einige schöne Kirchen früherer
Jahrhunderte sind erhalten geblieben, und es lohnt sich durchaus,
ihnen einen Besuch abzustatten. Viele Strassennamen, Gebäude und
Festungen in der Altstadt von Recife erinnern noch heute an die
bis 1654 dauernde Anwesenheit der Niederländer.
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Recife |

Recife |
Ein Spaziergang durch
die historische Altstadt beginnt an der Praça da República mit dem
neoklassizistischen Santa-Isabel-Theater, einem der schönsten Gebäude
der Stadt. Es ist von Montag bis Freitag von 13:00-17:00 Uhr zu
besichtigen. Weitere Gebäude aus dem 19.Jh. auf diesem Platz sind
die Villa des Gouverneurs, der Justizpalast und der Gerichtshof,
der gleichzeitig als Juristische Fakultät an der Katholischen Universität
fungiert. Dem Justizpalast gegenüber liegt die "Capela Dourada
- Goldene Kapelle", die mehr Gold enthalten soll als jede andere
brasilianische Kirche, ausgenommen São Francisco in Salvador. Die
Kapelle und das angrenzende Museum für sakrale Kunst sind werktags
von 08:00-11:30 Uhr und von 14:00-17:00 Uhr sowie Samstag morgens
geöffnet. Recife besitzt ein Dutzend Museen, aus denen eines herausragt,
das Museu do Homem do Nordeste. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist
die Oficina Cerâmica Francisco Brennand, Werkstatt und Atelier einer
der bekanntesten Künstlerpersönlichkeiten des Nordostens. Er ist
berühmt für seine Handbemalten Kacheln, Töpferarbeiten und dezent
erotischen Plastiken, die bei Einheimischen und Touristen sehr begehrt
sind.
Der Stadtteil Boa Viagem ist so etwas wie die Neustadt Recifes.
Hier konzentriert sich zugleich die gesamte touristische Infrastruktur,
so dass es kaum verwunderlich ist, dass die meisten Besucher ihren
gesamten Urlaub in diesem Viertel bzw. an dem gleichnamigen 8km
langen Strand verbringen. Von Boa Viagem aus gut 50km in nördlicher
Richtung liegt die Insel Itamaracá,
von den Einheimischen als der Ort beschrieben, an dem Adam und Eva
die verbotene Frucht gegessen haben. Die Insel war das erste bewohnte
portugiesische Erblehen in Brasilien. Die Insel hat 15 Strände,
vom Fort Orange aus gelangt man zu der grossen Sandbank Coroa do
Avião.
Olinda "Die Schöne", ca. 6km von Recife entfernt, besitzt
22 gut erhaltene Kirchen, 11 Kapellen und zahlreiche alte, meist
zweigeschossige Wohnbauten mit maurischen Balkonen und portugiesischen
Kacheln; ein einziges Museum unter freiem Himmel, das 1982 von der
UNESCO zum "Weltkulturerbe" erklärt wurde. Der historische
Bezirk, der etwa 10% der Stadt ausmacht, konzentriert sich um die
oberen Strassen auf einem Berg und lässt sich leicht zu Fuss besichtigen.
Alto da Sé, der Hügel der Kathedrale, sollte man keinesfalls versäumen.
Auch wer keine Kirchen besichtigen möchte, sollte den kurzen Aufstieg
auf diesen Hügel versäumen, alleine der Aussicht wegen lohnt er
sich.
Schöne Badestrände findet man in der 8km nördlich gelegenen Gemeinde
Paulista. Am dortigen Strand von
Pau Amarelo bauten die Portugiesen 1719 eine Festung.
Weiter nördlich, in Maria Farinha, sind noch ausgedehnte Mangroven
zu sehen, hier ist das ideale Gebiet für viele Wassersportarten,
wie z.B. Windsurfen oder Wasserski.
An der Küste, 62km südlich von Recife, bei Ipojuca
liegt der Stadtkreis "Porto de Galinhas - Hafen der Hühner", eines
der meist besuchten Reiseziele in Pernambuco. Neben der
bewältigenden Natur wird der Ort von Surfern aus der ganzen Welt
aufgesucht. Die Korallenriffe erstrecken sich wie eine lange Kette
parallel zum Strand und bilden dazwischen Badebecken mit klarem
Wasser. Ein über 90 Millionen alter Vulkan, der zu dem
Zuckerrohrverarbeitungsgebiet Ipojuca gehört, muss natürlich auch
besucht werden. Für Taucher ist die "Santo-Aleixo-Insel", die 15
Minuten mit dem Schiff vom Serrambi-Strand entfernt liegt, sehr
empfehlenswert!
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Praia Porto de Galinhas |

Praia de Maria Farinha |
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Bildband
Recife & Olinda (Fernando de Noronha)
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