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Olinda, mit ca. 349.380
Einwohnern, ist wie sein Name "die Wunderschöne". Schmale
Gassen aus Kopfsteinpflaster, bunte Häuser, viele Künstlerateliers,
22 Kirchen und elf Kapellen. Seit 1982 gehört diese Perle unter
den Städten Brasiliens zu den "Kulturdenkmälern der Menschheit".
Die erste Hauptstadt Pernambucos wurde 1537 von dem Portugiesen
Duarte de Coelho gegründet, 1551 kamen die Jesuiten, 1577 die Franziskaner
und 1580 die Karmeliter. Während der Zeit der holländischen Okkupation
(1630-54) wurden viele Bauwerke niedergebrannt, später jedoch in
teils erweiterter Form wiederhergestellt. 1710 kam es zu einem bewaffneten
Konflikt "Guerra dos Mascates" mit der benachbarten Hafenstadt
Recife, bei dem die Zuckerbarone von Olinda den politischen Aufstieg
der bürgerlichen Handelskaufleute "Mascates" vereiteln
wollten. Doch Olinda, ohne einen eigenen Zugang zum Meer wirtschaftlich
benachteiligt, musste bald auch seine Hauptstadtrolle an Recife
abtreten und war fortan nur noch ein einziges Denkmal vergangenen
Glanzes.
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Ausgangspunkt
für einen Altstadtrundgang ist der Busbahnhof an der Praça do Carmo.
Auf der linken Seite steht die älteste Karmeliterkirche Brasiliens
von 1581, die "Nossa Senhora do Carmo". Rechts gelangt
man durch die Rua São Francisco zum Franziskanerkloster Convento
de São Francisco, das 1585 gegründet wurde. Die Rua Bispo Coutinho
hinauf, erreicht man rechts auf einer Anhöhe die Jesuitenkirche
Nossa Senhora da Graça, die der Begründer der Kirchenarchitektur
in Brasilien, Francisco Dias, entwarf. Hier befindet sich das Priesterseminar
der Diözese, dessen Erzbischof Dom Helder Câmara als Verfechter
der Befreiungstheologie weltweit bekannt wurde. Kurz nach der Jesuitenkirche
folgt die aus dem Jahre 1537 stammende, sehr schlichte Hauptkirche
Igreja da Sé. Von hier aus, dem Alto da Sé, geniesst man zugleich
den Blick auf die Nachbarstadt Recife und um das obligatorische
Foto zu schiessen. Es ist der zentralste Platz der Cidade Alta,
Austragungsort für zahlreiche Feste und Feierlichkeiten. Ein paar
Meter weiter die Strasse entlang steht der ehemalige Bischofspalast,
in dem heute das Museu de Arte Sacra untergebracht ist.
Weiter nördlich,
am Largo da Misericórdia, steht die Igreja da Misericórdia von 1540
mit einer schönen Kanzel, vergoldeten Holzschnitzereien, Azulejos
und Deckengemälden. Durch die Rua 13 de Maio gelangt man zum ehemaligen
Gefängnis "Cadeia Pública", in dem das Museum für zeitgenössische
Kunst "Museu de Arte Contemporânea untergebracht ist. In der
Parallelstrasse weiter östlich befand sich im 17.Jh. der Sklavenmarkt
"Mercado da Ribeira". Heute wird dort Kunsthandwerk verkauft
und Folkloregruppen treten auf.
Das aussergewöhnlich schöne Benediktinerkloster
"Mosteiro de São Bento", aus dem Jahre 1582, wurde nach
der Inbrandsetzung durch die Holländer (1631) in der zweiten Hälfte
des 17.Jh. neu aufgebaut. Die Chorkapelle gilt als eine der schönsten
Brasiliens. Die Klosterkirche von 1761 zählt wegen ihrer Gemälde
und Verziehrungen im Inneren zu den wichtigsten Beispielen des Spätbarock
im Nordosten.
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Olinda ist eine Stadt voller Düfte und
Geräusche. Während die Natur ihre magischen Düfte der Blumen und
Bäume verbreitet, breitet sich Geläut der mehr als 20 Kirchen und
etwa 11 Kapellen aus, deren Glockenorchester nachmittags ums sechs
Uhr die ganze Stadt einnimmt.
In der Karnevalszeit werden die Hänge über 5 Tage lang durchweg von
den metallischen Geräuschen der Maracatus eingenommen. Dies
geschieht mit einer Freude, welche nie aus der Erinnerung jener
verlischt, die an ihr teilhaben.
Was man nicht versäumen sollte:
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Besuch der Kirche Igreja da Sé, der
ältesten Kirche von Pernambuco. Sie steht an der höchsten Stelle
von Olinda: der Anhöhe Alto da Sé. Ihre Seitenterrasse bietet
eine der schönsten und vollkommendsten Aussichten über die
Altstadt, das Meer und Recife. Unzählige kunsthandwerkliche
Geschäfte erfreuen die Besucher mit ihren unergiebigen Objekten
aus Lehm und Holz.
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Einen Besuch im Museum für Kirchenkünste.
Jenes befindet sich innerhalb des ehemaligen Bischofspalastes.
Dieses Gebäude aus dem 18.Jh. befindet sich ebenfalls auf der
Anhöhe Alto da Sé. Es enthält vor allem aus der brasilianischen
Barockzeit ein unschätzbares Erbes Kirchenkunst sowie Objekte,
die sich auf die Stadtgeschichte von Recife beziehen.
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Besichtigung des Klosters
São Bento. Seine Hauptkapelle gilt
als eine der schönsten aus Brasilien. Jeden Sonntag werden dort
Aufführungen gregorianischer Gesänge mit dem Mönchschor
veranstaltet und man kann von den Mönchen hausgemachte Liköre
sowie Gebäck verkosten.
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Besuch des Markts von Ribeira, einem
antiken Sklavenmarkt aus dem 17.Jh..Heutzutage werden dort in
zahlreichen Geschäften Kunsthandwerk und einheimische
Leckerbissen angeboten.
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In einem der charmanten Restaurants
der Stadt die delikaten Gerichte geniessen, in welchen sich der
Geschmack von Meeresfrüchten mit den tropischen Früchten
vereint.
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Bildband
Recife & Olinda (Fernando de Noronha)
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