|
Igarassu ist eine
der ältesten Städte Brasiliens und liegt 36km nördlich von Recife.
Dieser kleine Ort (ca. 77.611 Einwohner) wurde 1535, noch vor Olinda,
gegründet.
Die Hauptkirche des Ortes auf dem Berg, Igreja São Cosme und São
Damião auf dem gleichnamigen Platz, stammt noch aus der Zeit der
Gründung von Igarassu. Sie soll noch eine der ältesten erhaltenen
Steinkirchen Brasiliens sein; die auch von Frans Post auf einem
Gemälde verewigt wurde. Das nebenan im Largo de São Cosme und São
Damião gelegene Stadtmuseum beherbergt Stücke sakraler Kunst, Waffen,
sowie Möbel aus den Häusern der Adelsfamilien der Vergangenheit.
Das Franziskanerkloster Santo Antônio in der Rua Barbosa Lima wurde
1588 gegründet, aber von den Holländern gebrandschatzt und anschliessend
bis zum Anfang des 18.Jh. wieder aufgebaut. Die einschiffige Kirche
besitzt schöne Azulejos und einen prunkvollen Sakristeischrank.
Sehenswert ist vor allem die im Obergeschoss untergebrachte Gemäldesammlung,
Pinacoteca: Unbekannte Meister malten grosse Tafelbilder mit Heiligen
und einer Schilderung der Pest in Olinda im Jahr 1685, von der Igarassu
wunderbarerweise verschont blieb.
Alljährlich am 27.September feiert die Stadt ihren Geburtstag und
den Tag ihrer Schutzheiligen São Cosme und São Damião mit
Bumba
Meu Boi und dem Tanz Ciranda, der ursprünglich von der Insel
Itamaracá stammt. Das Festival do Côco wird in der letzten Novemberwoche
begangen.
Auch in der Umgebung von Igarassu gibt es einige Schmuckstücke zu
sehen. Eines davon ist die Engenho Monjope, eine alte Zuckerrohrplantage
aus dem Jahre 1756, auf der noch die Ruinen einer Zuckerfabrik,
das Herrenhaus, eine Kapelle und Unterkünfte für Sklaven zu besichtigen
sind.
|
|






 |