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Die Iguaçu-Wasserfälle
gehören zum gleichnamigen Nationalpark, der am 10.Januar 1939 gegründet
wurde, zur Hälfte zu Brasilien und zur anderen zu Argentinien. Das
Gebiet steht unter Naturschutz mit einem subtropischen Regenwald,
der 1986 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.
Der riessige Wasserfall begann sich vor ca. 200 Mill. Jahren zu
formen, als sich Südamerika und Afrika durch eine tektonische
Verschiebung teilten. Dieser geologische Vorgang änderte den
Kontinent und das Land wurde überflutet - dies begann in einer Zeit
vor über 110 Mill. Jahren - mit vielen vulkanischen Erosionen und
Lavaflüssen, die die Formen für den Wasserfall bildeten.
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Jahrtausendelang waren die Wasserfälle eine heilige Begräbnisstätte
für die Stämme der Tupi-Guarani und die Paraguas, ehe sie durch den
weissen Mann "entdeckt" wurden. Der Spanier Don Alvaro Nuñez, der
auch als Cabeza de Vaca "Kuhkopf" bekannt war, stiess auf seinem Weg
von Santa Catarina entlang der Küste nach Asunción im Jahre 1541
durch Zufall auf die Wasserfälle. Er war der erste Weisse, der nach
Iguaçu kam, und nannte die Wasserfälle "Saltos de Santa Maria".
Dieser Name geriet jedoch in Vergessenheit, so dass man den Namen
Iguaçu übernahm, der in der Sprache der Tupi "grosses Wasser"
bedeutet. Über die Schreibweise des Namens wurde bisher keine
Vereinbarung getroffen. In Brasilien schreibt man den Namen Iguaçu,
in Argentinien Iguazú und in Paraguay Iguassu.
275 Wasserfälle donnern einen 3km breiten Abgrund hinab und erzeugen
dabei einen immerwährenden Regenbogen geschmückten Sprühnebel; all
dies inmitten eines subtropischen Waldes, dessen grüne Pracht das
Schauspiel ungezähmter Natur mit einer Aura des Ursprünglichen umgibt.
Im Zentrum des unvergesslichen Schauplatzes der Teufelsrachen, eine
Stelle, an der 14 Wasserfälle mit ohrenbetäubendem Getöse und dichten
Nebelschwaden die 90m hohen Felsen hinabstürzen. Ein schmaler Steg
führt zur unteren Steilstufe der Wasserfälle.
Ausser Flussläufen, üppigem Palmen- und Kieferwald mit über 2.000
Pflanzenarten bietet er eine reichhaltige Fauna mit vielen vom Aussterben
bedrohten Vogelarten, u.a. auch Tukane, aber auch Affen, Nasenbären,
Wasserschweine, Wildschweine und sogar frei lebende Jaguare.
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Die unglaublichen Wassermengen, die Gischt und die gewaltige Kraft
des Wasser sind zwar ein beeindruckendes Schauspiel, jedoch hat
der leidenschaftliche Fotograf oder Filmer wenig Freude: Man sieht
die Fälle dann kaum vor lauter sprühendem Wasser! Mit Glück können dann auch neben zahlreichen Wasservögeln
auch Wasserschildkröten beobachtet werden.
Vermeiden sollte man
einen Besuch in der Osterwoche: Dann landen auf der argentinischen
Seite täglich mehrere Jumbos auf dem winzigen Flughafen von Puerto
Iguaçu, und die Touristenströme bewegen sich im Gänsemarsch zu den
Kaskaden.
Orientierung:
Die Wasserfälle befinden sich, grob gerechnet, 20km östlich des
Zusammenflusses des Paraná und des Iguaçu, welche das Dreiländereck
zwischen Paraguay, Argentinien und Brasilien bilden. Die Grenze wird
durch Obelisken gekennzeichnet.
Die Ponte Presidente Tancredo Neves über den Iguaçu verbindet
Brasilien mit Argentinien. Über den Rio Paraná, die Grenze zwischen
Brasilien und Paraguay spannt sich die Ponte da Amizade. 15km
stromaufwärts wurde Itaipú gebaut, das
grösste Wasserkraftwerk der Erde.
Das Gebiet der Wasserfälle ist zwischen Brasilien und Argentinien
ungleich aufgeteilt, wobei das grössere Stück an Argentinien
gefallen ist. Um die Wasserfälle richtig sehen zu können, sollte man
auf beiden Seiten gewesen sein. Von der brasilianischen Seite
bekommt man einen Gesamteindruck, während man auf der argentinischen
Seite näher an sie herankommt.
Für die Besichtigung der Wasserfälle sollte man zwei Tage einplanen.
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Reisezeit:
Der Park ist ganzjährig zu besichtigen. In der Zeit von Juni bis
August ist mit leichtem Niederschlag, während von Oktober bis März
mit den meisten Regenfälle zu rechnen ist. In dieser Zeit ist
mit einem Wasservolumen von ca. 6,5 Tsd.m³ pro Sekunde zu rechnen!
Das hohe Wasservolumen ist jedoch für Bootstouren bestens geeignet.
Was man nicht versäumen sollte:
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In offenen und von Jeeps
gezogenen Hängern die Strecke "Trilha do Macuco" zu befahren
und sich auf diese Art 18km in die Wildnis hineinzubewegen. Die
Rundfahrten werden von Touristenführern begleitet, die
Informationen über die Pflanzen sowie für die Region typische
Begebenheiten preisgeben.
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Den Vogelpark besuchen.
Jenem Beispiel an Ökotourismus, der der Umwelterhaltung alliiert
ist. Mit Zugang über die Strasse der Cataratas ist er acht
Kilometer von der Stadt Foz do Iguaçu
entfernt. Während einer 800m langen Wegstrecke in den Wald
hinein kommt der Besucher an Vogelbrutplätzen vorbei, die
perfekt im Wald integriert wurden.
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Besuch im Parkmuseum. Ein
Herrenhaus aus den 40er-Jahren, dass eine über 1.000m lange
Treppe verfügt und bis hinunter ans Flussufer des Iguaçu
führt. Im Museum können zahlreiche ausgestopfte Tiere,
Mineralproben, Pflanzenexemplare, indianische Gegenstände,
Graburnen und kunsthandwerkliche Objekte des Indianerstammes
Tupí-Guarani betrachtet werden.
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