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Sehenswürdigkeiten im Bundesstaat Minas Gerais

   
     

Strassenkarte von Minas Gerais

Rio do Salto - IbitipocaAuch wenn der Name übersetzt "Allgemeine Minen" bedeutet, ist der Bundesstaat übersät von Kolonialstädten, in denen die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Ihre barocken Kirchen und Kunstwerke stellen über die Hälfte der nationalen Monumente Brasiliens dar.

In Minas Gerais gibt es einige Grotten, die von der Hauptstadt aus mit dem Bus gut zu erreichen sind: im 72km entfernten Rei do Mato, die 40km entfernte Gruta da Lapinha, die sich über 511m erstreckt und in 40m Tiefe liegt. In dieser Grotte wird die Ausstellung "Archäologie und Mineralien" gezeigt. Eine weitere Grotte befindet sich 125km entfernt bei Cordisburgo, die Gruta do Maquiné. Sieben unterirdische Tropfsteinhöhlen mit schönen Stalaktiten und Stalagmiten werden über ein Wegesystem über 440m miteinander verbunden.

Ein weiterer schöner Ausflug ins Landesinnere führt zu den Stauseen Três Marias, die allerdings 250km entfernt liegen. Das Stauseengebiet der Grösse von 1.250km², Wasser des São Francisco und Paraopeba, bietet die Möglichkeit zum Fischen, ebenso wie die durch das Stauen des Rio Grande entstandenen Stauseen von Furnas.

In Minas Gerais findet sich weitere Besonderheit. Im Süden des Staates gibt es mineralhaltige Quellen mit Kohlensäure, Magnesium, Schwefel und Eisen, um die sich sehr beliebte Thermalbäder entwickelt haben.

Ouro Preto
Ouro Preto

Ouro Preto
Ouro Preto

Ouro Preto, Stadt mit "goldener Vergangenheit (Das schwarze Gold)" entwickelte sich im 17. und 18.Jh. zum Zentrum des Brasilianischen Barock und zählt heute zu den meistbesuchten Städten des Landes. Das malerische, in die Berge Hineingebaute Ouro Preto steht heute unter Denkmalschutz und zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Für die anstrengende Wanderung bergauf und bergab durch die in einer Höhe von 1.100m gelegene Stadt wird man aber durch zahlreiche sehenswerte Bauten aus der Kolonialzeit belohnt.

Belo Horizonte, die Hauptstadt, die einen "schönen Horizont" verspricht, wäre ohne die Barockstädtchen im Hinterland von Minas nur für Geschäftsreisende interessant. Man sollte dieser Stadt ruhig ein wenig Zeit widmen. Die Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum kann man leicht zu Fuss besichtigen, beginnend am Platz der Freiheit "Praça da Liberdade". Hier steht der Regierungspalast "Palácio do Governo" und die Stadtbibliothek "Biblioteca Pública". Auf diesem Platz trifft sich jung und alt, besonders viel los ist an den Markttagen. Freitag ist Blumenmarkt, samstags Antiquitäten-, und sonntags Kunsthandwerkmarkt; natürlich gibt es jeweils auch diverse Köstlichkeiten der regionalen Küche zu probieren.

Die Stadt Diamantina, 5½ Stunden Fahrt nördlich von Belo Horizonte, ist umgeben von rostfarbenen Hügeln, die sich zu einem Felsplateau erheben. Die weissgestrichenen Häuser und Kirchen drängen sich an den Hügel. Diamantina war der Hauptsitz des Diamantenhändlers João Fernandes und seiner Sklavin und Geliebten , Xica da Silva. Die farbenfrohe Kirche Nossa Senhora do Rosário gleich bei der Carmo-Kirche wurde allein von Sklaven erbaut, und die Holzfiguren der Heiligen sind schwarz. Draussen haben die Wurzeln eines Baumes das Holzkruzifix der Rosário-Kirche gespalten. Laut Überlieferung wurde ein des Diebstahls bezichtigter Sklave trotz Unschuldsbeteuerungen dort hingerichtet. Den Zuschauern sagte er, dass "hier etwas Ungewöhnliches zum Beweis meiner Aufrichtigkeit passieren wird". Bald darauf fing das Kreuz an zu treiben, und es entstand ein kräftiger Baum. Gegenüber der Kathedrale von Diamantina ist das informative Diamantenmuseum mit alten Bergbaugeräten, Dokumenten und Mobiliar. In einem Hinterzimmer sind grauenerregende Foltergeräte für Sklaven aufbewahrt.

Marktplatz in Diamantina
Marktplatz in Diamantina

Goldwäscher in Diamantina
Goldwäscher in Diamantina

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Bildband
"Historische Städte von Minas Gerais"

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