Diamantina liegt 284km von Belo Horizonte
entfernt.
Die historische Stadt Diamantina in Minas Gerais war
einstmals ein Dorf, welches im 17.Jh. der dort aufgefundenen Edelsteine
wegen die Aufmerksamkeit der portugiesischen Krone auf sich zog. In kurzer
Zeit wurde herausgefunden, dass jene weissen Steine, anfangs als
Markierungen beim "Jogo de gamão"
(Spielart) benutzt, die ersten ausserhalb Asiens entdeckten Diamanten
darstellten. Jene, aus Minas stammenden Diamanten, verschönerten und
bereicherten Schmuckgegenstände und Kronen in Europa, inklusive dem Vatikan.
Mittlerweile wurde Diamantina von der UNESCO zum Humanitären Erbe ernannt.
Der vom Gold und den Diamanten herführende Wohlstand verwandelte Diamantina
in der brasilianischen Kolonialzeit in ein bedeutendes Kunst- und
Handelszentrum. Die Kirche Nossa Senhora de Cramo, höchster Ausdruck
religiösen Baustils der Diamantenregion, erhält von Rubinen bestückte
Elfenbeinbildnisse Jesu, einen Armleuchter aus Silber sowie vergoldete
Schnitzereien. Die Kirche wurde von einem reichen portugiesischen Händler
für seine Geliebte, einer Ex-Sklavin, errichtet. Es heisst, dass ihr Turm im
hinteren Teil des Gebäudes errichtet wurde, da die "Sklavenkönigin" nicht
von den Glockenschlägen gestört werden wollte.
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Für Fotofreunde ist diese Stadt
ein wahres Paradies: Niemand versäumt es ein Foto zu schiessen, wenn er an
einer der 14 Kirchen vorbeikommt. Jene sind alle mit lediglich einem Turm
versehen. Auch beim vorbeischreiten an den antiken Gebäuden mit den von
Pflanzen bedeckten Balkons, welche die verschiedensten Farben aufweisen,
gehört ein Foto zum Muss. In den Fenstern vieler Häuser sind noch Fachwerke
sichtbar, die es den jungen Mädchen zuliessen, diskret das Vorbeiziehen
ihrer Verehrer zu beobachten.
Es gibt viele Leute, die behaupten Diamantina sei die brasilianische
Hauptstadt des "Seresta - Musikrichtung" und Erbe der "Saraus - Tanzabende".
So werden jene Treffen genannt, an denen die Dichtkunst und Musik amourösen
Verhältnissen zugute kamen. Die Beziehung der Stadt zur Musik ist so gross,
dass regelmässig in den Kirchen gelehrte Lieder aufgeführt werden.
Rundfahrten:
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Den Sklavenweg zurücklegen: jene 20km lange Strecke wurde im 18.Jh. mit
von den Sklaven gehauenen Steinblöcken gepflastert um auf diese Weise zu den
Diamantenminen zu gelangen
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Besuch der Diamantenmine von Sebastião Fernandes, dem Herrscher der
Kristalle; und erleben wie er diese wachsenden Kristalle mit grosser Rührung
ausstellt.
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Besuch der "Grotte Salitre" oder den Wasserfällen von Toca, Sentinela und
Cristal, um der Natur etwas näher zu kommen.
Quelle: Brasilianisches
Fremdenverkehrsamt "EMBRATUR" |
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Bildband
"Historische Städte von Minas Gerais"
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