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Strassenkarte
von Maranhão
Die Altstadt von
São Luís, der Hauptstadt Maranhãos, vermittelt dem Besucher die
typische Atmosphäre einer Kleinstadt der Kolonialzeit. Die einzelnen
Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander, so dass sie zu Fuss zu
besichtigen sind. Und unterwegs kann man sich noch einige gekachelte
Portugiesenhäuser ansehen. Das architektonische Erbe vergangener
Zeiten blieb jedoch weitgehend erhalten bzw. wurde seit 1989 restauriert,
Hunderte von Gebäuden stehen unter Denkmalschutz. Schlendert man
durch das "Centro histórico" (autofreie Altstadt) mit
ihrem Kopfsteinpflaster, ihren im Schachbrettmuster angeordneten
kleinen Gässchen, ihren Strassenbaus, ihren romantisch von gelben
Laternen beleuchteten Plätzen, so glaubt man sich eher in einer
Weltabgeschiedenen südeuropäischen Kleinstadt als im turbulenten
Brasilien. Am beeindruckendsten sind die portugiesischen Kolonialhäuser
mit ihren Balkonen mit den schmiedeeisernen Geländern, die geschnitzten
Holztüren und vor allem den kunstvoll gemusterten, blauen Azulejos.
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São Luís |

Mandacaru |
Einen differenzierten
Eindruck vom Leben der Einwohner bekommt man im Museu do Folclore.
Ausgestellt sind Gegenstände einfacher Volkskunst,
vor allem Tonfiguren und Handarbeiten. Bei einem Bummel durch die
Stadt findet man überall mit farbigem Sand gefüllte Flaschen; durch
das geschickte Einfüllen des gefärbten Sandes entstehen Landschaftsbilder.
Einige Strassenzüge vom Zentrum entfernt in der Rua Jacinto Maia
43, befindet sich der alte Sklavenmarkt "Cafua das Mercês".
Hier wurden die Unglücklichen an ihre Käufer verschachert, das kleine
Museu do Negro erinnert an die Sklavenzeit.
Die Strände von São Luís liegen etwas ausserhalb der Stadt. Man erreicht
sie über eine Brücke, die die Altstadt mit den Neubauvierteln von
São Francisco, Renascença und der Avenida Litorãnea verbindet. Charakteristisch
ist, dass die Strände dieser Region sehr lang gezogen und breit sind,
kleine, anheimelnde Buchten wird man vergeblich suchen. Das Wasser
hat wegen zweier Flüsse eine trüb-bräunliche Färbung, ist jedoch
recht sauber. Nirgendwo in Brasilien ist der Gezeitenwechsel so
stark wie hier, der Meeresspiegel kann sich bis zu 7m verändern,
sogar Wattwandern ist möglich. Fragen Sie daher, bevor Sie zu einem
der Strände fahren, Einheimische um Rat, wann die besten Zeiten
zum Baden sind und wo man sicher schwimmen kann.
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Lençois Maranhenses |

Chapada das Mesas |
Der Lençois Maranhenses
National Park ist die einzige Wüste in der Welt, die mehr als Tausende
von kristallklaren Seen inmitten von brillantweissen Dünen aufweist.
Es ist eine unglaubliche Szene, ein unvergleichliches Panorama wie
sonst nirgendwo auf der Welt.
Das Delta das Américas ist ein geformtes Labyrinth aus duzenden
von Inseln an der Mündung des Parnaíba Flusses. Das einzige Delta
am offenen Meer, ein natürliches Kaleidoskop mit einem unvorstellbaren
Reichtum an Flora und Fauna.
Ein natürliches Heiligtum ist der Guarás-Wald. Er ist die Einfahrt
vom offenen Meer zur Amazonasregion - eine Laune der Natur.
Die Chapada das Mesas ist ein Grund mehr um Maranhão zu lieben.
Ein Panorama von unglaublichen Bergformationen, reicher Vegetation
und wunderschönen Wasserfällen.
Ein weiteres Pflichtprogramm ist der Ausflug nach
Alcântara, gut eine Bootsstunde von der
Insel São Luís entfernt, auf dem Festland gelegen. Der Ort hat nur
10 Strassen und 3 Plätze, aber 300 historische Gebäude aus dem 17.
und 18.Jh. Der kulturelle Reichtum der Stadt kommt nicht von
ungefähr. Alcântara war einst Hauptstadt von Maranhão...

Baía de São Marcos, Alcântara
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Bildband Brasilien
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