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Lençóis Maranhenses
ist eine der schönsten Regionen Brasiliens. Ihren Namen haben sie
aufgrund der Ähnlichkeit mit einer grossen Wüste aus weissem Sand,
übersät mit Tausenden von grossen und kleinen Seen, die sich durch
den Regen bilden.
Aus der Höhe betrachtet, scheint es sich um weisse Laken zu
handeln, die im Garten zum trockenen in der Sonne ausgelegt wurden. Die
Oberflächen der Seen bekommen eine grünliche Färbung durch die Sonne, haben kurvenreiche Formen, die durch den Wind gebildet wurden
- ein
atemberaubendes Schauspiel. Die Seen entstehen während der Regenzeit,
da der Grundwasserspiegel steigt. Obwohl die Region eher eine Wüste
ist, regnet es von Januar bis Juli. Während der Regenzeit im "Winter",
bilden sich Tausende von Seen. In
der Sommerzeit, von August bis Dezember, gibt es allerdings nur drei
Seen - "Lagoa da Esperança", "Bonita" und "Azul" - die mit Wasser
gefüllt bleiben.
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Die Dünen werden vom Meer kommenden, starken Wind geformt. Aus diesem
Grund handelt es sich hier um Wanderdünen, wobei sich die Landschaft der
Lençóis Maranhenses jeden Tag ändert - ein ständiger Wandel.
Ausser den Dünen und kurvenreichen Seen gibt es in der Region viele Oasen
mit einer grünlichen Vegetation, welche dem ganzen eine spezielle
Färbung gibt. In zwei dieser Oasen gibt es kleine Dörfer: Queimada dos
Britos und Baixa Grande. In Queimada dos Britos leben nicht mehr als
100 Personen, fast alle Nachkommen oder Verwandte des legendären
Manoel Brito, Patriarch dieses Ortes.
Es ist nicht zu verleugnen, dass die Lençóis Maranhenses ein Ort
einzigartiger Schönheit sind. Gemäss Bernardo Marconi, Touristenführer
der Region, gibt es niemanden, der sich von dieser Schönheit nicht
beeindrucken lässt. Die Gegend ist wirklich einzigartig auf der Welt.
Es handelt sich zwar um eine Wüste, aber es regnet dort z.B. 300mal
mehr als in der Wüste Sahara. Es sind jedoch nur kurze Schauer, die
schnell wieder von der starken Hitze vertrieben werden. Es ist eine
überwältigende Landschaft, sei es im Wind und Hitze der Mittagszeit
oder während des Sonnenunterganges.
Der Nationalpark Lençóis Maranhenses ist riesig und bedeckt eine
Fläche von ca. 1.550km², so gross wie die Fläche der Stadt São Paulo.
Die Dünen erstrecken sich über 70km an der Küste und 50km ins
Landesinnere. Um dieses Stückchen Paradies näher kennenzulernen, ist
die Stadt Barreirinhas der ideale Ausgangspunkt - ca. 270km von der
Hauptstadt São Luís entfernt. Sie liegt am schönen und windungsreichen Rio Preguiças, am
Rande der Lençóis Maranhenses. Auch der Fluss verdient es näher
erkundet zu werden. Seine Ufer haben eine üppige Vegetation
mit verschiedenen Ökosystemen und bestehen aus Dünen, Mangroven und
Landzungen.
In Barreirinhas befindet sich die ganze Infrastruktur um den
Nationalpark zu erforschen. Dort lassen sich Jeeps mit Vierradantrieb
mieten - das beste Transportmittel der Region -, sowie Boote um den
Rio Preguiças hinab zu fahren. Die Anfahrt zur Stadt ist relativ
einfach. Man beginnt die Reise in São Luís und das Transportmittel ist
entweder der Bus oder einmotorige Flugzeuge, die gemietet werden
können. Die Fahrt dauert ca. 6 Stunden, mit dem Bus sogar mehr als
acht, mit dem Flugzeug ca. 45 Minuten.
Abenteuer-Liebhaber und Wanderfreunde können über Dünenführende Pfade
die Orte Baixa Grande und
Queimada dos Britos, zu Fuss erreichen. Der Pfad nach Baixa Grande
dauert ca. 6 Stunden und nach Queimada dos Britos sogar sieben. Durch
den losen Sand der Dünen ist der Marsch sehr ermüdend, wer
jedoch die Lust und auch die Kondition dazu hat - es ist die Sache
wert. Die Landschaft und die Sensation in dieser göttlichen
Unendlichkeit sind eine grosse Entschädigung. Da der Hin- und
Rückmarsch an einem Tag nicht zu bewältigen ist, sollte in Queimada
dos Britos übernachtet werden.
Ebenfalls einen Besuch lohnend sind die Ortschaften Atins, Mandacaru
und Caburé. Sie liegen in der Nähe der Flussmündung des Rio Preguiças,
mit wunderschönen Stränden.
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