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Pelourinho

   
     
Über mehr als zwei Jahrhunderte lang Hauptstadt Brasiliens gewesen, gelingt es Salvador in ganz einheitlicher Art europäische, afrikanische und indianische Kulturen zu vereinen. Als erster Sklavenumschlageplatz des neuen Kontinentes, führte es bereits im Jahre 1558 afrikanische Farbige zur Arbeit in den Zuckerrohrplantagen ein.
Die Stadt bewahrt sich bis in die heutigen Tage noch prächtige architektonische Beispiele der Renaissancezeit. Das historische Stadtzentrum Salvadors bewahrte sich seine ursprüngliche städtische Struktur des 16.Jh., welche sich bis hin ins folgende Jahrhundert hinein zog. Mit kleinen Veränderungen ist die derzeitige Stadtgestaltung dieselbe wie jene, welche in den Stadtplänen aus dem Ende des 17. bis Anfang des 18.Jh. zu sehen ist.
 

Pelourinho, Teil vom historischen Stadtzentrum Salvadors, beherbergt den grössten architektonischen Komplex des barocken Amerikas: Seine 600 Gebäude aus der Zeit des 17., 18. und 19.Jh wurden komplett restauriert und von der UNESCO zum Natur- und Humanitären Erbe ernannt.

Der Name dieses Stadtteiles erinnert an einen kleinen Platz, an welchem an einem Steinposten - dem Pelourinho - gebunden, Sklaven und Kriminelle öffentlich bestraft wurden. Heutzutage begleiten im Pelô - wie er liebevoll genannt wird - die Stimmen der Farbigen die Tamoure von Olodum, einer afromusikalischen Gruppe. Jene probt an den Hängen des Stadtteiles ihre Musik ein, die sich so mit den Capoeira-Gesängen und dem Klang der Musiker vermischen, die sich auf dem öffentlichen Platz sowie unzähligen Bars und kulturellen Zentren präsentieren.

Ob Tag oder Nacht: der Pelô befindet sich immer am brodeln. Zwölf Museen, kulturelle und soziale Projekte, Bars sowie kleine Kneipen und Restaurants garantieren das ganze Jahr über Lebhaftigkeit und Programme für alle Geschmäcker. Während des Karnevals vibrieren die Hänge zusammen mit Tänzern aller Altersgruppen. Rassen und Nationalitäten zu den Rhythmen von Olodum, Ilê Ayê und Filhos de Ghandi, den drei traditionellsten afrikanischen Karnevalsblöcken der Stadt.

Die Gaumenfreuden von Bahia mit Delikatessen wie der Acarajé ein Fest für sich. Dies ist ein typisches, auf Wachtelbohnen beruhendes Gericht, dessen Teig in Palmenöl frittiert wird. Die Moqueca de Camarão - eine Art Krabbensuppe - oder der mit destillierten Kräutern versehene Zuckerrohrschnaps, einem traditionellen aus Zucker gebrannten alkoholischen Getränk, welches eine unzählige Vielfalt an Variationen darstellt. Es gibt davon so viele angenehme Tropfen, dass es nötig ist aufzupassen um im Masse zu bleiben.

Was man nicht versäumen sollte:

  • Zu Fuss die Hänge hinauf zu wandern und dort die bekanntesten Plätze zu besuchen: den Largo do Pelourinho, den Praça Municipal, den Terreiro de Jesus, den Weg Caminho de São Francisco, den Largo do Boqueirão sowie den Largo de Santo Antônio.
  • Einen Besuch in der Basilika São Salvador, welche ein eigenes Museum für Kirchenkunst beinhaltet. Unter ihren wichtigsten Ausstellungsstücken befindet sich eine Büste von São Francisco Xavier aus dem Jahre 1686; die Kirche von São Francisco, welche in ihrem Inneren über vergoldete Malerei und im Hof über wunderschöne mit portugiesischen Kacheln bestückte Wände verfügt; die Kirche Ordem Terceira do Carmo, die von Spezialisten als eine der schönsten und repräsentativsten Gebäude der Barockzeit erklärt wurde.
  • Im Kunstmuseum Bahias Solar da União eines der bedeutendsten Erben aus dem Nordosten von brasilianischen, zeitgenössischen Künstlern kennen zulernen.
  • Einen Besuch im Museum Abelardo Rodrigues, in welchem die historische Sammlung an Kirchenkunst des Pernambucaners Abelardo Rodrigues anhand von Heiligenbildern, Miniaturen und Gemälden ausgestellt wird.

Infrastruktur:
Pelourinho befindet sich in der Oberen Stadt von Salvador. Um dahin zu gelangen, benutzt man den bekannten Aussenfahrstuhl Elevador Lacerda der Unteren Stadt, welcher sich in des Meeresspiegels befindet. Am Ein- und Ausgang des Fahrstuhls bekommt der Besucher eine wunderbare Aussicht über die Küste. Salvador wird von einem internationalen Flughafen versorgt und verfügt über ein gut ausgebautes Hotelnetz.
 

  Übersicht
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