|
Jenseits des Rio
Pojuca beginnt das Naturgeschütze Paradies um das Fischerdorf Praia do
Forte - 50km nördlich des Flughafens von Bahia über die "Estrada de
Côco - Kokosstrasse" - entlang traumhafter Strände wie Ipitanga und
Arembepe. Hier finden Sie Ruhe - abseits vom Verkehr und Betonburgen -
um auszuspannen, unmotorisiert Wassersport zu treiben und an
interessanten naturkundlichen Führungen teilzunehmen.
|
 |
 |
Die Strände von Praia do Forte sind von Kokospalmen gesäumt, mit
weissem Sandstrand, ruhigem Meer, Riffen und Meeresschwimmbecken.
Hinter den Stränden gibt es Wasserfälle, Lagunen und einen Fluss der
im Urwald entspringt, der Rio Pojuca. Für Touristen, die Natur und
Strände lieben sowie abends die Stimmung eines Ferienortes geniessen
wollen, ist Praia do Forte ideal.
Das ehemalige Fischerdorf ist zu einem netten Urlaubsort mit
zahlreichen Pousadas, Restaurants und Bars geworden - und fest in
deutscher Hand. 1972 kaufte ein deutscher Industrieller dieses Dorf
quasi mitsamt seinen Einwohnern, 7.000ha Urwald und einer Ruine, um
hier den damals noch sehr utopisch erscheinenden "ökologischen
Tourismus" aufzubauen. Das bis dahin beliebte Einsammeln der
Schildkröteneier sowie das Fangen der Singvögel wurde ebenso verboten
wie der Bau von Häusern höher als eine Kokospalme. Baumfällarbeiten
müssen genehmigt werden, Grundstücksmauern sind verpönt, um
Spekulationen zu vermeiden können Fremde keine Häuser im Dorf kaufen.
Noch immer sind die Strassen im Dorf nicht asphaltiert, gibt es keine
störenden Hotelklötze, so dass der eigene Charakter bewahrt werden
konnte.
|
 |
 |
Im Urlaubshotel Praia do Forte Resort sind 200 Appartements im
einheimischen Stil errichtet worden, die Hälfte als
"Öko-Appartements", d.h. ohne Klimaanlage, TV, Radio und auch ohne
Schränke. Selbst das Restaurant ist unklimatisiert, und man geniesst
das reichhaltige Frühstücksbuffet und die exzellente Küche ohne
Erkältungsgefahr. Der Strand liegt vor der Tür, nach etwa 15
Gehminuten gelangt man zum Dorf mit seinen zahlreichen kleinen
Restaurants. Über zwölf Kilometer erstreckt sich der weisse, von
Kokospalmen, Riffen und Lagunen gesäumte Sandstrand.
|
 |
 |
In Praia do Forte hat die Organisation zur Rettung von
Meeresschildkröten Tamar ihren Hauptsitz, die in Bahia ausser in
Arembepe noch in Subaúma (nördl. von Praia do Forte) und auf dem
Abrolhos-Archipel (vor der Küste im äussersten Süden) Stationen
unterhält. Hier widmet man sich dem Schutz der Erforschung der
Meeresschildkröten. Das
Schutzgebiet Tamar befindet sich am Strand
unmittelbar neben dem Leuchtturm und darf täglich von 08:00 bis 19:00
Uhr betreten werden - Eintritt bis 18:00 Uhr ca. 2 US$ - danach
kostenlos.
|
 |
 |
Nicht versäumen sollte man einen Besuch der Ruinen des Castelo Garcia
D`Avila, 3km vom Ort entfernt. Zu der einst mächtigen Burg gehörte
auch eine Kapelle mit dem Grundriss eines Sechsecks, die der
Lehensherr Garica im 16.Jh. nach seiner Ankunft zusammen mit dem
ersten Gouverneur Salvadors Tomé de Souza errichten liess. Seine
Kinder und Enkel vergrösserten das Herrenhaus noch bis Mitte des
17.Jh. In den besten Zeiten erstreckten sich die Ländereien der
Garcias über 800.000km² bis ins heutige Piauí. Die mächtigen Ruinen
liegen inmitten von Kokosplantagen auf einer rund 50m über dem Meer
gelegenen Anhöhe, von wo man einen kilometerweiten Blick über die
Küste hat.
|
|













 |