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Die Hauptstadt
vom Bundesstaat
Amazonas ist heute die grösste Stadt des Nordens, liegt am Ufer des
Rio Negro und ist vom amazonischen Urwald umgeben. Die Stadt liegt in
der Nähe - am grössten natürlichen Phänomen der Region - der Konfluenz
des Rio Negro und Rio Solimões, die den Amazonas bilden.
Mit einer kompletten Infrastruktur für den Besucher ist Manaus der
Startpunkt für die Amazonas-Lodges´ und Bootsausflüge. Die Stadt
besitzt jedoch auch ein intensives kulturelles und kaufmännisches
Leben, sowie ein Industriedistrikt, mit
sämtlichen internationalen Unternehmen, die sich vom steuerfreien
Gebiet angezogen fühlen.
Die Errichtung und Bevölkerung der Stadt begann mit dem
portugiesischen Militär während des 17.Jh. und errang ihre
wirtschaftliche Basis in der Kolonialepoche mit dem Handel von
Waldprodukten und Gewürzen. Ende des 19.Jh. veränderte sich die Welt
in schnellen Schritten: Aufgrund der industriellen und materiellen
Fortschritte mit neuen Produkten wie z.B. der natürliche Kautschuk.
Manaus wurde zur Ausgangstür des Latex. Dieser Kautschukboom lockte
tausende von Arbeiter heran und füllte die öffentlichen Tresors. Die
immer reicher werdende Stadt baute Häfen, Strassenbahnen, elektrisches
Licht wurde eingeführt, Marktplätze, Monumente, prachtvolle Gebäude
und wurde somit als das "Paris" des tropischen Regenwaldes bekannt.
Ein Werk, das noch heute das grösste Symbol der reichen Zeit
darstellt, ist das Teatro Amazonas mit seiner markanten Kuppel. Das
Theater wurde am Abend des 31.Dezembers 1896 mit der Oper La Gioconda
von Ponchielli und der italienischen lyrischen Gesellschaft, eröffnet.
Ein Theaterstück zeigt die Geschichte wie in einem lebendigen Buch:
Schauspieler spielen die Rolle der Touristenführer, führen Gespräche
des damaligen Gouverneurs Eduardo Ribeiro auf und spielen damalige
Schauspieler nach - es ist ein Besuch zu einer Reise in die
Vergangenheit.
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Zentrum von Manaus |

Palácio Rio Negro |
Oper im Urwald
Seit Eröffnung lockt das Opernhaus viele Schauspieler und Besucher der
ganzen Welt an. Sein Ruf geht um alle Kontinente und viele Märchen
wurden erfunden. Nach 1997 wandelte sich das Teatro zum Mittelpunkt
der brasilianischen Oper. Die "Amazonische Philharmonie", der
"Amazonische Chor" und die "Tanzgruppe des Amazonas" bilden heute
einen festen Bestandteil zum Opern-Festival in Manaus. Es ist ein
einzigartiges Erlebnis und Ereignis in ganz Lateinamerika, dass auch
Besucher aus der ganzen Welt anlockt. Eine grandiose Feier mit
lyrischen Sängern, die von den fünf besten Orchestern des Landes
begleitet werden.
Kulturzentrum "Palácio Rio Negro"
Dieses imposante Bauwerk im Stil der Kolonialzeit wurde im vorletzten
Jahrhundert für den exzentrischen deutschen Gummibaron Waldemar Scholz
erbaut. Im Jahre 1918 hat es der Bundesstaat aufgekauft und in Palácio
Rio Negro umbenannt, um ihn als Sitz der Regierung zu nutzen. Das
Gebäude wurde 1997 restauriert und dient jetzt als interessantes
Kulturzentrum mit Platz für Musikdarbietungen und Kunstausstellungen,
einer Buchhandlung, einem Videoraum, einem Kunstgewerbeladen und einem
Coffee Shop.
"Wald der Wissenschaft und Mindú Park"
Der Wald der Wissenschaft liegt im Stadtteil "Aleixo" und wirkt wie
eine grüne Insel mit einer reichen Flora der Region. Die Besucher
lernen dort die wissenschaftlichen Namen der Artenvielfalt sowie deren
pharmazeutischen Gebrauch kennen. Hier befindet sich ein Aquarium mit
dem grössten, im Süsswasser lebenden Tier, dem "Peixe-Boi - Seekuh".
In dieser wissenschaftlichen Studie wurde ein erfolgreiches Projekt
zur Artenerhaltung des Peixe-Boi durchgeführt.
Im Mindú-Park, auch "Parque Dez" genannt, kann der Besucher Orchideen
bewundern und auf Hängebrücken, die fast bis an die Baumgipfel
reichen, entlanggehen.
Ausstellung der "Waldbevölkerung"
Diese Ausstellung sollte in jeder Tour von Manaus inbegriffen sein.
Hier werden die Lebensarten der Menschen und Indianer der
Amazonasregion aufgeführt. Eine aus Palmenstroh gebaute Hütte -
"Maloca" - in der indianische Rituale für Touristen gezeigt werden,
ein "Maniok-Haus", in dem die Besucher das Mehl und andere aus dieser
Wurzel hergestellten Produkte probieren können. In dieser Ausstellung
gibt es auch noch eine aus dem Kautschuk-Boom identische
Räucherkammer.
Amazonas-Ökopark und Amazonas-Affendschungel
Der Amazonas-Ökopark, ein privates Naturschutzgebiet mit einem
Besucherzentrum, liegt eine halbe Stunde Bootsfahrt von Manaus
entfernt. In diesem Park werden Überlebenskurse im tropischen
Regenwald mit einheimischen Waldhütern veranstaltet. Neben dem Ökopark
wurde der Amazonas-Affendschungel gegründet, angelegt von der Stiftung
für einen lebendigen Regenwald "Living Rainforest Foundation", für die
Auswilderung von Tierwaisen.
Praia da Ponta Negra
Die Praia da Ponta Negra ist ein beliebter Flusstrand am Stadtrand von
Manaus mit vielen Restaurants und Bars. Die beste Zeit, um dorthin zu
gehen, ist von September bis Dezember, wenn das Wasser zurückgegangen
ist und man dort Einheimische sonnenbaden oder am Strand Fussball
spielen sehen kann.
Encontro das Águas
Ein interessante Phänomen - ca. 10km von Manaus - ist der Encontro das
Águas "Treffpunkt der Gewässer", wo das tintenblaue Wasser des Rio
Negro auf das zitronengelbe Wasser des Rio Solimões trifft. Die Flüsse
vermischen sich erst nach etwa 10km, da sie verschiedene Dichte,
Temperaturen und Geschwindigkeiten haben. Dutzende Delphine sind hier
anzutreffen.
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Praia da Ponta Negra |

Encontro das Águas |
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