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Sehenswürdigkeiten im Bundesstaat Amazonas

   
     

Strassenkarte von Amazonas

Der Amazonas ist eigen. Es gibt Leute, die sich, nur weil sie eine Abneigung gegen organisierte Reisen haben, fünf Tage lang in Manaus aufhielten, und als sie abreisten, nichts vom Urwald oder vom Fluss gesehen haben. Deshalb eine kleine Vorwarnung: Man kann hier nicht einfach an den Stadtrand fahren und dort im Wald spazieren gehen wie bei uns zu Hause. Was sie dort finden werden, sind Slums, Müllberge und Kloaken - vielleicht eine Lektion in Sozialkunde, aber nicht das, was sie gesucht hatten. Vertrauen sie sich deshalb jemanden an, der ihnen den Zugang zum Wald zeigt und seine Geheimnisse erklärt. Nicht, dass sie die Augen vor der Realität verschliessen sollten, aber wer nur negative Bilder mit nach Hause nimmt, hat auch nicht das Ganze gesehen.

Nehmen Sie ein Boot in Manaus, um zu der Stelle zu gelangen, an der das dunkelfarbige Wasser des Rio Negro mit dem hellen Wasser des Rio Solimões zusammentrifft. Sie können die beiden Farben flussabwärts verfolgen, die mindestens fünf Kilometer weit nebeneinander herfliessen, bis sie schliesslich vermischt werden und den Amazonas bilden. Dieser ozeanähnliche Fluss fliesst dann weiter zum Parque Nacional do Januário, 7 Kilometer von Manaus entfernt, der sich über ein Gebiet von 688 Hektar erstreckt. In diesem von zahlreichen Bächen durchströmten Park leben Vögel, Blumen, Fische und Pflanzen in vollkommener Harmonie. Achten Sie besonders auf die herrlichen Vitória Régia und die Fauna, insbesondere den roten Amazonas-Delphin, Affen und Alligatoren. Fahren Sie einen der Bäche mit einem Kanu stromaufwärts, mit einem obligatorischen Halt inmitten des Dschungels, um Kunsthandwerksartikel der Indianer zu kaufen und die Natur zu bewundern.
 

Unterkunft:
Für Reisende, denen es nach Einsamkeit und engem Kontakt mit der Natur zumute ist, sind Dschungelhotels die beste Möglichkeit. 60 % der biologischen Vielfalt der Erde sind in Amazonien zu finden, da sechs von zehn lebenden Arten im Urwald Unterschlupf finden. Diese Unterkunftskomplexe bieten Zimmer und kleine Hütten, sowie auch die so genannten Hotelboote. Sie bieten auch ein dynamisches Programm, das die Touristen mitten in den Dschungel führt. Man kann zwischen Wandern und Angeln wählen, oder einfach nur eine Rundfahrt durch die unzähligen Bäche unternehmen.

Shopping:
Nutzen Sie die Gelegenheit, um im Duty-Free-Bereich von Manaus alles einzukaufen, was Sie vielleicht vergessen haben. Danach möchten Sie vielleicht mit dem Dschungel Bekanntschaft schliessen, bevor Sie sich richtig hineinstürzen. Gönnen Sie sich einen Besuch im INPA, dem Nationalinstitut für Amazonasforschung. Nehmen Sie sich Zeit dafür, und vergessen Sie nicht, den Kai zu besichtigen, eine schwimmende englische Konstruktion, von der aus Sie den gewaltigen Strom des Rio Negro betrachten können.

Sehenswerte Orte:

Boa Vista:
Die kleine Stadt am Rio Branco belebt und beruhigt sich im Rhythmus der Goldfunde in der Umgebung. Sie liegt in einem Savannengebiet am Nordrand des Amazonasbeckens im Bundesstaat Roraima. Von hier gelangt man auf dem Landweg nach Venezuela. Die Strasse bis zur Grenze ist ebenso wie die von Manaus über Caracaraí kommende unbefestigt.

Ausflüge:
Per Taxi oder Mietwagen in die Savanne oder nach Mucajaí (40km südlich), wo die Savanne in den Regenwald übergeht, und eindrucksvolle schwarze Felsen die Landschaft prägen.
 

Manaus:
Bis ins Jahr 1669, als hier eine kleine Festung errichtet wurde, lagen hier mehrere Dörfer der Manaú-Indianer, und an einem Steilufer am Rio Negro finden sich noch heute Keramikscherben. Im 17.Jh. war das flussaufwärts am Rio Negro liegende Barcelos Provinzhauptstadt. 1850 musste es diesen Titel, im Zuge der Einwanderung von Zehntausenden von Nordestinos, die in der Kautschuk-Gewinnung arbeiteten, an das strategisch günstiger liegende heutige Manaus abgeben, das durch den Kautschuk für die nächsten 60 Jahre zu einer der wichtigsten Städte der Welt wurde. Nach dem Niedergang war es dann die 1967 eingerichtete Freihandelszone, die der Stadt einen neuen Boom bescherte. Die Hoffnung auf einen Arbeitsplatz in einer der Fabriken, wo Videogeräte oder Uhren montiert werden, zieht jährlich etwa 100.000 Familien in die Riesenstadt, deren Infrastruktur noch aus den vierziger Jahren stammt. Es ist schwer, sich in Manaus vorzustellen, dass man mitten im grössten Urwald der Erde ist!

Sehenswürdigkeiten:
Das alte Zentrum von Manaus ist heute eine grosse Fussgängerzone voller Importläden und Hochhäuser. Südlich angrenzend liegt das Hafenviertel mit der Markthalle und den Hafengebäuden, unter denen besonders das alte Zollhaus auffällt, das Stein für Stein aus Schottland hergebracht und wiederaufgebaut wurde. Der schwimmende Kai "Porto Flutuante" an dem Hochseeschiffe anlegen können, wurde 1902 von Engländern konstruiert, um die jährlichen Wasserstandsschwankungen auszugleichen; grosse Eisentanks halten das 150m lange Gebilde über Wasser. An einem an der Kaimauer angebrachten Pegel kann der aktuelle Wasserstand abgelesen werden. Besonders Sehenswert ist die Oper von Manaus, das "Teatro Amazonas", fertiggestellt 1896, das Symbol der Blütezeit der Stadt, prunkvoll ausgestattet mit Leuchtern aus Murano und italienischem Marmor und gedeckt mit glasierten Ziegeln aus Marseille sowie Tonschindeln aus dem Elsass. Seit der Restaurierung der Termitenzerfressenden Struktur im Jahre 1989 finden wieder ab und zu Musikveranstaltungen statt.
 

Zoos:
Wer Tiere hautnah erleben möchte, sollte einen Besuch im "Parque Noé" einplanen, ein Tierpark, in dem unter wissenschaftlicher Leitung Wildtiere aus Gefangenschaft, zum Teil solche, die bei Tierhändlern oder -fängern beschlagnahmt wurden, und wieder an die freie Wildbahn gewöhnt werden. Kontakt: Dr.Marc van Roosmalen, Tel: 092-238-1394 (der Leiter des Projekts, spricht Deutsch; es wird Eintritt erhoben).

Ausflüge:
Für Kurzbesucher empfiehlt sich als "Minimalprogramm" ein Tagesausflug per Boot zum "Encontro das águas", dem spektakulären Zusammenfluss von Rio Negro und Rio Solimões, sowie durch Kanäle und Überschwemmungswald zum Janauary-See. Wer mehr Zeit hat, sollte eine mehrtägige Schiffstour auf dem Rio Negro einplanen, dessen schwarze Wasser von weissen Sandstränden (September bis März) und dunkelgrünen Wäldern umsäumt werden. Etwa 100km flussaufwärts von Manaus trifft man auf das Anavilhanas-Archipel, ein paradiesisch unberührtes (als Naturpark geschütztes) Labyrinth von Kanälen, Seen und über 400 Waldbestandenen Inseln.


Bildband
Amazônia - € 10,90


Dieses Buch stellt den brasilianischen Teil des Amazonas vor.
Dargestellt werden der Rio Negro, Rio Solimões und Amazonas, die Städte Manaus und Belém, die Flussinsel Marajó und die grosse Anzahl der verschiedenen Spezies des schwarzen Jaguars

• 80 Seiten
• 110 Farbfotos
• Grösse: 16,5 cm x 21 cm - soft cover

Sprachen: Portugiesisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch 
 

The Amazon - Philips Guides - Englisch - € 24,95

"Everthing you need to know about the planet´s largest rainforest."

Der Reiseführer vom brasilianischen Verlag Horizontes Geográficos stellt Ihnen 183 ausgesuchte Sehenswürdigkeiten, die Natur, die Indianer, die Geschichte und die lokale Kultur vor.
Recherchiert und fotografiert von den besten brasilianischen Reportern, in einem leicht verständlichen Englisch geschrieben.
Unterteilt in die amazonischen Staaten: Acre, Amapá,Amazonas,Pará,Rondônia und Roraima.

• Exclusive Touren
• Tiere und Pflanzen
• Ökotourismus
• Geographie und Geschichte
• Die amazonische Kultur
• Natursport
• Übernachtungsmöglichkeiten
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331 Seiten mit Farbfotos  
 
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