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Sehenswürdigkeiten im Bundesstaat Acre

   
     

Strassenkarte von Acre

Der Bundesstaat Acre befindet sich mit seiner Fläche von 153.149,9km² - südwestlich der Region - im Norden. Er wird nördlich von Amazonien, südlich von Rondônia, südöstlich von Bahia sowie südlich und westlich von Peru - mit einem Grenzverlauf von 1.565km zum Nachbarland - umgeben.

Der überwiegende Teil dieses Territoriums ist durch Hochebenen gebildet. Seine Höhenlagen übersteigen die 500m Grenze jedoch lediglich im Gebirge Contamana, in welchem sich der westlichste Punkt Brasiliens sowie einer der zuletzt errichteten Nationalparks befindet, der sogenannte Serra do Divisor. Die natürliche Vegetation setzt sich grundlegend aus lichten wie auch dichten, tropischen Wäldern zusammen, wobei sich beide durch sehr hohe Bäume - von bis zu 25-35m - kennzeichnen. Das Klima ist feuchtwarm mit einer hohen Niederschlagsmenge.

Wasserfall Formosa im NP Serra do Divisor
Wasserfall Formosa im NP Serra do Divisor

Rio Juruá-Mirim
Rio Juruá-Mirim

Obwohl seit den ersten Jahrzehnten des 19.Jh. von Brasilianern bewohnt, gehörte die Region bis Beginn des 20.Jh. zu Bolivien. Die Brasilianer explorierten dort die Gummipflanzen und kümmerten sich dabei nicht um die bolivianischen Autoritäten. In der Praxis stellte es ein unabhängiges brasilianisches Territorium dar, welches dazu drängte an Brasilien angegliedert zu werden. Die Konflikte zwischen Brasilianern und Bolivianern waren konstant und endeten lediglich im Jahre 1903 mit der Unterzeichnung des Vertrages von Petrópolis, durch welchen Brasilien das endgültige Landrecht über die Region zugesprochen bekam. Dies im Austausch von Ländereien aus Mato Grosso, einer Ausgleichszahlung von 2 Mill. englischen Pfund an Bolivien sowie der Verpflichtung dazu, die Bahnstrecke Madeira-Mamoré zu errichten. Acre, welches Anfangs als Territorium von Acre bezeichnet wurde, bekam im Jahre 1962 seinen Stand als Bundesstaat zugesprochen.

Der Zugang zu den Naturschutzgebieten ist noch immer nicht sehr einfach. Die Vielfalt seiner Pflanzen, unter denen sich unzählige Palmenspezies befinden, die Fauna und die Flüsse mit ihren Stromschnellen und Wasserfällen ziehen jedoch die echten Ökotouristen in diesen Bundesstaat, welche sich auf der Suche nach Sport und Abenteuer sowie der Naturbeobachtung befinden.

Eines der interessantesten Sehenswürdigkeiten im gesamten Bundesstaat ist der "Parque Ambiental Chico Mendes". Etwa die Hälfte der 52ha Fläche sind bedeckt mit noch ursprünglichem Wald, in dem auch einige hier beheimatete Tiere leben. Die andere Hälfte wird wieder aufgeforstet. Unweit des Eingangs steht ein Denkmal zur Erinnerung an Chico Mendes mit Bildern und Beispielen seiner Schriften. Im Park gibt es ferner einen Bereich zum Picknicken, Toiletten, einen lustigen Aussichtsturm aus Gusseisen in Höhe der Baumwipfel, Fahrradwege und einen kleinen Zoo. Vorhanden sind zudem Wanderwege mit Hütten, in denen Themen anschaulich gemacht werden, die die verschiedenen Aspekte des Lebens in der Region betreffen, darunter das Gummizapfen, die "Maloca - Behausungen" der Indianer sowie Mythen und Legenden aus der Gegend.


Ochsenkarren, allgemeines Transportmittel


"Parque Ambiental Chico Mendes"

Vale do Acre

Gebiete:

  • Rio Branco

  • Xapuri

  • Plácido de Castro

  • Porto Acre

Geografische Prägung:

  • Das Gebiet ist in unzählige Flüsse zerteilt, die die wichtigsten Verbindungsmöglichkeiten sind

  • Sehr gut erhaltener tropischer Regenwald und Reservate

Besonderheiten:

  • Orte zum Angeln und Bootsrundfahrten

  • Reservat Chico Mendes

  • Historische Fundstellen

  • Gummiplantagen und Kastanienwälder

  • Eine für Amazonien typisch, üppige Vegetation

  • Kontakt zur bolivianischen Kultur an der Grenzregion

Quelle: Auszug aus "Pólos de Ecoturismo - Brasil" - mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung des brasilianischen Fremdenverkehrsamts © Copyright "Embratur"

 

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