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Aids

   
     

AIDS (Acquired Immunodeficiency Syndrom, Erworbenes Immundefekt-Syndrom) wird durch Infektion mit einem Retrovirus (HIV = Humanes Immunschwäche-Virus) verursacht. In der Folge entwickelt sich beim Menschen in zunehmenden Mass eine  Immunschwäche, die es Erregern ermöglicht, Erkrankungen durchzusetzen, die normalerweise für ein intaktes Immunsystem keine Bedrohung darstellen. Die auf diese Weise entstandenen Krankheiten nennt man opportunistische Infektionen. HI-Viren infizieren wichtige Abwehrzellen des Körpers (bestimmte Lymphozyten) und zerstören sie. Ist ein ausreichender Teil der Lymphozyten zerstört, kommt es in gehäuftem Masse zu immer neuen opportunistischen Infektionen, die schliesslich zum Tode führen.  

HIV-Infektionen und AIDS treten weltweit auf. Die Gesamtzahl der HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen wird auf ungefähr 17 - 22 Millionen geschätzt. In den Industrieländern sind in erster Linie homosexuelle Männer, Drogensüchtige mit i.v. Nadelgebrauch, Hämophiliepatienten - sog. "Bluter" - und Bluttransfusionsempfänger betroffen. In den tropischen Ländern sind junge Erwachsene, Männer und Frauen, gleichermassen von der Infektion gefährdet. In Deutschland meldete die WHO 50.000-60.000 HIV-Infizierte, ca. 18.700 AIDS-Kranke und ca. 11.790 Todesfälle. Jährlich werden ca. 2.000 Neuinfektionen und ca. 500 Neuerkrankungen gemeldet.  

Übertragungsweg:
Das HI-Virus wird durch Sexualkontakte, sowie durch Blut und Körperflüssigkeiten  übertragen. Ebenso kann die Mutter während der Schwangerschaft und vor allem bei der Geburt das Virus auf das Kind übertragen. Global betrachtet wird ungefähr Dreiviertel aller HIV-Infektionen, insbesondere in Afrika südlich der Sahara, Asien, Mittel- und Südamerika,  durch ungeschützten heterosexuellen Geschlechtsverkehr vermittelt. In Deutschland wurden unter den gemeldeten Fällen als Infektionsweg ca. 50 % homosexuelle Männer, ca. 20 % ungeschützter heterosexueller Kontakt und ca. 12 % durch i.v. Drogengebrauch - sog. "Needle sharing" - und HIV-infiziertes Blut und Blutprodukte angegeben. HIV wird nicht durch normale soziale Kontakte übertragen. 

Schutz:
Konsequenter Gebrauch von Kondomen und Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken - "Safer Sex" -. Verwendung von sterilen Injektionsnadeln und -utensilien bei Drogenbenutzern.

 

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